Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen. (Mt 18, 20)

Wegweiser – Bibelworte für Freitag, 27. März

Der Bibeltext für heute aus dem 1. Johannesbrief 3, 19-20 (Hfa)
19 „Daran erkennen wir, dass die Wahrheit unser Leben bestimmt. So können wir mit einem guten Gewissen vor Gott treten.“

Daran? Woran? So möchte man fragen, wenn man die ersten Worte des Bibelverses liest. Woran kann man erkennen, dass die Wahrheit, gemeint ist das Evangelium von Jesus Christus, unser Leben bestimmt? Woran kann man festmachen, dass man wirklich zu Gott gehört?

Johannes erklärt es uns in Vers 18 etwa so: Wenn wir einander selbstlos, also nicht berechnend und mit Hintergedanken, sondern tatkräftig lieben, genau so wie Gott uns liebt.

Spannend, wie deutlich Johannes darauf hinweist, dass Glaube sich nicht allein in Worten oder einem stillen Fürwahrhalten zeigt. Er geht davon aus, dass sich immer dann, wenn wir mit Gott verbunden leben, diese Glaubensbeziehung in konkreten Taten der Liebe ausdrückt. Wer das beherzigt, wird eine spannende Erfahrung machen, sagt Johannes. Denn er wird mit „guten Gewissen vor Gott treten“ können.

Klingt wirklich gut. Doch was ist, wenn ich feststellen: Ich hätte mehr lieben können, mehr Verständnis aufbringen müssen, mehr tun können, meinem Nächsten gegenüber? Aber ich bin all das anderen schuldig geblieben? Bin gescheitert an mir selbst, den Umständen oder was auch immer. Was ist, wenn uns unser Gewissen so anklagt?

Johannes antwortet darauf. Vers 20 „Doch auch wenn uns unser Gewissen schuldig spricht, dürfen wir darauf vertrauen, dass Gott barmherziger mit uns ist als wir selbst. Er kennt uns ganz genau.“

Seht ihr? Gott ist gnädig, auch wenn wir scheitern. Denn wenn wir ihm unsere Schwachheit nennen, wird er uns barmherzig vergeben. Was ist das für eine befreiende Botschaft! Sie treibt mich zu mutigem Handeln an; zu Taten der Liebe, die Gott gefallen.

Was würde Jesus heute tun?
Deshalb will ich heute meinen Nächsten tatkräftig lieben und fragen: Was würde Jesus wohl in diesen Tagen der Krise tun?

  • Vielleicht würde er andere anrufen und liebevoll nachfragen, wie es ihnen geht.
  • Bestimmt würde er für andere beten und sie segnen; ob am Telefon oder in der eigenen stillen Zeit.
  • Ja, er würde sich sicher auch fragen, wie er denen helfen kann, die dabei sind, den Mut zu verlieren. Um ihnen dann vielleicht eine Blume vor die Türe zu stellen oder eine Tafel Schokolade als Zeichen der Verbundenheit.

Was kannst du heute tun, um deinem Glauben liebevolle Taten folgen zu lassen?
Überlege dir drei Zeichen der Liebe, die du heute einem Menschen schenken wirst. Ich bin gespannt, welche Erfahrungen du damit machst.