Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen. (Mt 18, 20)

Wegweiser – Bibelworte für Donnerstag, 9. Juli

Weil wir nun also eine so große Hoffnung haben, treten wir frei und unerschrocken auf.“ (NGÜ).                         — 2. Korinther 3,12

Wir haben eine große Hoffnung. Das ist zunächst einmal ein wichtiger Zuspruch für uns. Dabei ist auch wichtig zu betonen, dass unsere Hoffnung nichts mit Tagträumerei oder Optimismus zu tun hat, sondern weit darüber hinaus geht. Sie ist nicht beschränkt auf die Zukunft, sondern sie hat konkrete Auswirkungen auf die Gegenwart. Sie macht mutig und stark. Denn durch die Hoffnung, die wir haben, können wir zuversichtlich leben.

Doch worin ist sie begründet? Dazu müssen wir uns die Argumentation des ganzen Kapitels anschauen. Dabei fällt auf, dass Paulus relativ wenig über Hoffnung schreibt, aber sehr viel mehr auf das Thema Herrlichkeit eingeht. Die Herrlichkeit Gottes ist das, was uns Hoffnung gibt, denn sie zeigt uns, wer Gott ist. Das heißt, nur wer die Herrlichkeit Gottes erkannt hat, nur der kann mit dieser großen, feststehenden Hoffnung leben. Wie können wir die Herrlichkeit Gottes erkennen? Paulus benutzt dafür ein tolles Bild!

Mose und alle anderen Menschen vor Jesus haben Gott nur durch eine Decke gesehen. Hast du schon einmal versucht, mit einer Decke auf dem Kopf durchs Leben zu gehen? Wenn man überhaupt was sieht, dann nur verschwommen. Paulus will uns sagen, ohne die richtigen Hilfsmittel können wir Gott nicht in seiner ganzen Fülle erkennen. Dieses Hilfsmittel, unser Helfer, ist der Heilige Geist. Durch den Heiligen Geist nimmt uns Gott die Decke vom Kopf und so können wir frei und unerschrocken vor Gottes Thron treten. Auch wenn wir im hier und jetzt Gottes Herrlichkeit trotzdem nur stückweise erkennen, so erkennen wir doch genug, um zu wissen, dass wir durch unsere Zugehörigkeit zu Gott eine große Hoffnung haben. Eine Hoffnung mit sehr realen Auswirkungen auf unseren Alltag.

Und so verlieren die Bedrohungen und Probleme, denen Paulus in seinem Leben begegnet, ein wenig an Relevanz. Denn die Dinge des Lebens können durch die Hoffnung Gottes ganz anders wahrgenommen und angegangen werden. Dieser Zuspruch gilt auch für uns. Lasst uns ein Leben führen in der Hoffnung.     

Persönliche Fragen:

  • Was hilft dir Gottes Herrlichkeit mehr und mehr zu begreifen?
  • Was raubt dir deine Hoffnung?
  • Was macht dir Hoffnung?