Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen. (Mt 18, 20)

Wegweiser – Bibelworte für Dienstag, 14. Juli

Man wird wieder hören den Jubel der Freude und Wonne, die Stimme des Bräutigams und der Braut und die Stimme derer, die da sagen: „Danket dem Herrn Zebaoth; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.“  Jeremia 33,11

Ein Freudenlied, wie es zu einer Hochzeitsfeier angestimmt wird, zieht sich durch unser heutiges Bibelwort. Jubel und Dank, Gott zur Ehre.

Ausgesprochen wurden diese Worte allerdings in einer Zeit, die eigentlich keine Jubeltöne erwarten ließ. Immerhin wusste Jeremia von dem drohenden Gericht Gottes über Israel, die Zerstörung und der Untergang Jerusalems zeichnete sich ab. Unfassbare Dinge sollten geschehen, kein Stein würde mehr auf dem anderen stehen bleiben. Gott würde wegen aller Schuld und Gottlosigkeit seines geliebten Volkes sein Angesicht abwenden.

Zugleich aber spricht Gott zu Jeremia über eine Begrenzung dieses Gerichts, ja, sogar von einem Neuanfang ist hier die Rede. Er öffnet von sich aus die Tür für Vergebung von Schuld und Umkehr zu Gott. Und noch mehr wird in diesem Kapitel angedeutet. Denn es ist auch von einem künftigen Nachkommen aus der Linie Davids die Rede, einem gerechten Spross, der das wiederherstellen würde, was zuvor zerstört am Boden lag. Gerechtigkeit und Sicherheit würde er bringen – dass Menschen aus allen Nationen sich darüber wundern und Gott anbeten.

Wer dieses Kapitel 33 aufmerksam liest, der wird verstehen, warum Christen diesen Nachkommen Davids in der Person von Jesus Christus erfüllt sehen. Vieles von dem, was hier in prophetischer Sicht angedeutet wird, hat sich bereits erfüllt, manches aber noch nicht. Es wird geschehen, wenn Jesus Christus am Ende der Zeiten wiederkommt und dann das vollendet, was Jeremia zugesagt wurde.

Wir leben heute heilsgeschichtlich gesehen in einer spannungsvollen Zwischenzeit. Verbunden mit Gott durch den Glauben an Jesus Christus warten und hoffen wir mitten in dieser Welt – auf Gottes neue Welt. Wie die dann sein wird? Manfred Siebald hat es in seinem Lied „Noch haben wir sie nicht gesehn“ so beschrieben:

„Dann kennen wir das Wann, Warum, Wielange und Woher,
dann quälen tausend ungelöste Fragen uns nicht mehr;
denn unsre letzte Antwort ist uns Christus, unser Herr,
der uns und unsre Dunkelheit mit seinem Licht erhellt,
der unsre Sonne ist in Gottes neuer Welt.“

Persönliche Fragen und Anregungen

  • Wenn es einen Ausweg aus Gottes Gericht gibt, wenn Gott uns unsere Schuld also nicht anrechnet, wenn wir an Jesus Christus glauben, was hindert uns dann, ihm heute unser Vertrauen auszusprechen und ihm zu folgen.
  • Gottes neue Welt – kannst du dich darauf freuen?