Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen. (Mt 18, 20)

Gedanken und Informationen zum Wochenende, 20.9.2020

Liebe Mitglieder und Freunde der FeG Siegen-Geisweid.

Den Losungstext für diesen Sonntag finden wir im 15. Kapitel des Römerbriefes. Es ist eine Aufforderung, die Paulus an Christen in Rom und darüber hinaus richtet: „Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Ehre.“ Römer 15,7

Dem Vers gehen dabei konkrete Beschreibungen voraus, mit welcher Haltung Christen einander begegnen sollten. Diese Verse zu bedenken ist durchaus lohnenswert und für jedes Miteinander eine Orientierungshilfe.

Paulus lenkt hier den Blick weg von den Durchsetzungsstarken und dominant Auftretenden hin zu den Schwachen in der Gemeinde. Auf sie zu achten, sich an ihren Bedürfnissen zu orientieren, ihnen durch Ermutigung und Geduld zu dienen, ist, so Paulus, die „Jesus- Gesinnung“, die alles Gemeindeleben durchziehen soll. Er betont damit die Bedeutung des Miteinanders, das sich in der Annahme des Anderen, im Zurückstellen eigener Interessen zugunsten der Einheit der Gemeinde und in der grundsätzlichen Bereitschaft ausdrückt, einander dienen zu wollen.

So wichtig ich diese Grundprinzipien nun erachte, sind mir doch auch bei der Betrachtung einige Fragen gekommen.

Etwa diese: Ist es eigentlich immer offensichtlich und klar, wer denn die hier erwähnten Schwachen sind? Gibt es nicht auch Menschen, die ihre Schwäche gezielt einsetzen, um ihre Ziele besser durchsetzen zu können?

Oder: Bedeutet die Aufforderung „die Schwachheit der Schwachen“ (V.1) zu tragen etwa, alle Entwicklungen einer Gemeinde allein von der Zustimmung der Schwachen abhängig zu machen? Wohl kaum.

Doch einander mitzunehmen in wichtigen Prozessen,
um einen gemeinsamen Weg geduldig zu ringen,
miteinander konsequent im Gespräch zu bleiben
und für Anliegen der Gemeinde gemeinsam vor Gott zu beten,
das ist allen Gliedern einer Gemeinde zuzumuten und deshalb anzustreben.

Deshalb meine Thesen:

  • Gemeinde Christi bleibt beieinander und miteinander auf dem Weg.
  • Gemeinde Christi ringt miteinander um Einheit in der Vielfalt ihrer Persönlichkeiten.

Gemeinde Christi hat das Ziel im Blick, dass in allen Bereichen des Gemeindelebens

Gott gemeinsam gelobt und verherrlicht werden kann.
Deshalb: „Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Ehre.“

 Einige Informationen aus dem Gemeindeleben möchte ich euch an dieser Stelle gerne weitergeben.
  • Im Gottesdienst am 27.9. werden wir miteinander das Erntedankfest feiern. Ebenfalls werden wir zu einem gemeinsamen Abendmahl einladen, das situationsbedingt anders gestaltet wird als bisher. Beachtet bitte das hier angefügte Konzept:
    • Im Raum werden drei Tische für das Abendmahl aufgebaut.
    • Auf den Tischen befinden sich Untertassen mit jeweils einem Stück Brot und einem Einzelkelch angerichtet. (Geschätzt 30 Gedecke pro Tisch)
    • Nach der liturgischen Hinführung gehen die Teilnehmer mit Mundschutz zu einem Tisch und beachten dabei die Abstände. Sie nehmen ein Gedeck mit an ihren Platz und warten, bis alle wieder sitzen.
    • Nach der Verlesung der Einsetzungsworte und einem Gebet nehmen die Teilnehmer das Mahl zu sich.
    • Danach werden die Untertassen unter den Stuhl gestellt – und später von MA eingesammelt.
    • Wer sich nicht in der Lage sieht, sich das Mahl selbst zu holen, bekommt es an seinen Platz gebracht.
  • Unser Büchertisch hat wieder geöffnet.
  • Judith Köpp informiert über eine Veranstaltung, die am 4.10 um 19 Uhr im Gemeindehaus angeboten wird.
    „… wir wollen gemeinsam singen. Es wird, wie alles momentan, unter den gebotenen Abstandsregeln und mit Einzelsitzplätzen möglich sein. Zudem benötigen wir eure Anmeldung, die ihr demnächst über unsere Homepage vornehmen könnt, da wir nur begrenzt Platz haben. Dort könnt ihr auch Liedwünsche eintragen. So ist es technisch einfacher, auf eure Wünsche einzugehen.
    Ich freue mich, dass wir durch unsere großen Gemeinderäume die Möglichkeit haben wieder gemeinsam zu singen.“
  • Im Oktober führen wir eine Sammlung durch, die für die allgemeine Arbeit unseres FeG Bundes bestimmt ist (früher „Bundesopfertag“). Wir bitte alle Gemeindeglieder, die für diesen wichtigen Arbeitszweig spenden möchten, dies bis Ende Oktober per Überweisung auf unser Gemeindekonto zu tun – jeweils mit dem Vermerkt „Bundesopfertag“.
  • Herbstzeit – Erkältungszeit. Die angeordneten Hygieneregeln geben vor, dass Besucher mit Erkältungssymptomen (Husten, etc.), nicht am Gottesdienst vor Ort teilzunehmen können. Bitte beachtet diese Einschränkung und schaut euch stattdessen den Gottesdienst online an.