Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen. (Mt 18, 20)

Gedanken und Informationen zum Wochenende 10.10.2020

Liebe Mitglieder und Freunde der FeG Geisweid!

Es war mal wieder ein langer Tag. Jesus ist vielen Menschen begegnet und hat ihnen vom Reich Gottes erzählt. Am Abend beschloss er, mit seinen Jünger im Boot auf die andere Seite des Sees zu fahren. Er war müde, also schlief er eine Runde. Plötzlich wurde es extrem stürmisch, sodass seine Jünger um ihr Leben fürchteten. Als Fischer waren sie sicherlich einiges gewohnt, aber dies scheint kein gewöhnlicher Sturm gewesen zu sein. Jesus schlief weiter, bis er von seinen panischen Jüngern geweckt wurde.

Und er wachte auf, bedrohte den Wind und sprach zu dem See: Schweig, verstumme! Und der Wind legte sich, und es entstand eine große Stille.“ (Markus 4,39)

Jesus spricht zu Wind und Wellen, als ob er mit Personen reden würde. Er hat die Befehlsgewalt über sie. Wie wir es auch bei Krankenheilungen, so zeigt Jesus auch hier, dass er Macht über die Gesetze der Natur hat. Die Naturgesetze gehorchen ihm.

Ein Blick in das Alte Testament ist an dieser Stelle hilfreich. Besonders in den Psalmen erfahren wir, dass Gott es ist, der Wellen beruhigt (Ps 33,8 // 65,7) und Gott stillt Stürme (Ps 107,25-40 // Amos 4,13). Jesus zeigt hier, durch seine Taten und Worte, ganz deutlich seinen Anspruch. Er handelt wie Gott. Er ist Gott.

Im Anschluss an die Sturmstillung spricht Jesus mit seinen Jüngern über ihren Glauben. Er kritisiert sie. Warum habt ihr Angst? Habt ihr keinen Glauben? Was genau kritisiert Jesus an dieser Stelle?

Hätte sie diesen Sturm mit Glauben stillen sollen? Nein, wir müssen unsere Lebensstürme nicht selber aufhalten. Kritisiert er sie dafür, dass sie ihn aufwecken? Nein, sie handeln richtig. In Zeiten der Not sollen wir uns an Jesus wenden. Kritisiert er sie für ihre Angst? Jein. Die Angst ist nicht das grundlegende Problem. Wir dürfen Angst haben und mit dieser zu Gott kommen. Was Jesus hier thematisiert ist, was die Angst mit den Jüngern macht. Sie werden panisch und verfallen in einen Zustand, wo sie das Gefühl haben von Gott verlassen zu sein. Obwohl Gott doch im gleichen Boot saß, wie sie auch.

Die Sturmstillung ist sicherlich eine der bekannteren Geschichten der Bibel. Aber doch entdecke ich immer wieder spannende Gedanken. Wenn ich einen Sturm erlebe, dann sitzt Jesus im selben Boot wie ich. Diese Gedanken will ich mitnehmen und mich daran festhalten.

Informationen

  • Am Sonntag ist wieder Gottesdienst. Als Gastprediger dürfen wir Otto Imhof begrüßen. Wir bieten eine parallele Kinderbetreuung an. Herzliche Einladung! Es sind noch ausreichend Plätze für den Gottesdienst frei. Bitte melde dich vorher per Telefon oder über unsere Homepage an. Der Gottesdienst kann auch via YouTube geguckt werden. Hier der Link.
  • Im Oktober führen wir eine Sammlung durch, die für die allgemeine Arbeit unseres FeG Bundes bestimmt ist. Wir bitten alle Gemeindeglieder, die für diesen wichtigen Arbeitszweig spenden möchten, dies bis Ende Oktober per Überweisung auf unser Gemeindekonto zu tun – jeweils mit dem Vermerk „Bundesopfertag“.
  • Die Auszählung der Stimmen zur Wahl der Gemeindeleitung hat ergeben, dass alle drei Kandidaten mit der deutlichen Mehrheit der abgegebenen Stimmen in das Amt gewählt wurden. Damit gehören Judith Schäfer, Eckhard Otto und Thomas Petri der neuen Gemeindeleitung an.
    Die offizielle Einführung der neuen GL und die Verabschiedung von Herbert Strack aus der alten GL ist für Anfang November vorgesehen.
  • Der den Wahlscheinen beigefügte Finanzbericht 2019 und der Budgetentwurf 2020 wurde ebenfalls angenommen.