Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen. (Mt 18, 20)

Gedanken und Informationen zum Wochenende, 25.10.2020

Liebe Mitglieder und Freunde der FeG Siegen-Geisweid.

Kaum dass ich geklingelt habe, wird auch schon die Türe geöffnet. „Schön, dass du da bist, herzlich willkommen!“, höre ich und werde gleich in den Arm genommen. Ich merke, das ist wirklich so gemeint, denn alles ist für mein Kommen vorberei­tet. Die Wohnung ist aufgeräumt, Blumen stehen auf dem Tisch. Und dann der Duft nach frischem Kaffee und Kuchen. Ja, denke ich, so ein offenes Haus tut gut. Hier fühle ich mich angenommen und geborgen.

Natürlich habe ich auch schon vor ver­schlossenen Türen gestanden. Etwa, wenn ich spontan einen Besuch machen wollte und mich niemand erwartet hat. Da drü­cke ich den Klingelknopf, aber nichts tut sich. Schade, denke ich und kehre um. Noch schlimmer ist es aber, wenn Türen, die einmal weit offen standen, sich nun nicht mehr öffnen lassen, vielleicht, weil man im Streit auseinander gegangen ist. Groll und Bitterkeit machen es schwer, den Schlüssel herumzudrehen um dem Anderen Einlass zu gewähren.

Sicher, solche Erfahrungen gehören zum Leben, aber sie tun weh und zeigen uns deutlich auf, wie kostbar das Geschenk einer offenen Tür zum Herzen eines ande­ren Menschen ist. Es ist ein großes Glück, wenn es uns gelingt, einander die Tür ein Leben lang offen zu halten. Und es lohnt sich dafür viel Kraft und Mühe aufzuwen­den. Garantieren können wir es trotzdem nicht.

Wie tröstlich klingen da die Worte, die Gott uns zuspricht. „Meine Türe ist und bleibt offen für dich! Niemand kann sie zuschließen.“ Offen­barung Kapitel 3, 8 (Übertragung) Das ist kein leeres Versprechen, keine „Mutmach­parole“ ohne Kraft. Gott steht mit seinem Namen dafür ein, dass diese Worte sich erfüllen. „Meine Türe ist und bleibt offen für dich! Niemand kann sie zuschließen.“

Die Frage ist nun, ob wir Gott beim Wort nehmen und sein Geschenk der Annahme und Geborgenheit für uns in Anspruch nehmen. Denn auch wenn die Türe seines Herzens weit offen steht, er uns mit aller Liebe und Fürsorge beschenken will, wird er sich uns trotzdem nicht aufdrängen.

Ich persönlich freue mich darüber, dass ich stets zu ihm kommen kann und ihm jederzeit willkommen bin. Heute und auch am Ende meines Lebens.


Informationen zur Gefährdungslage

Leider müssen wir feststellen, dass die Infektionen mit dem Coronavirus in dieser Woche deutlich zugenommen haben, so dass am heutigen Tag der Grenzwert der Gefährdungsstufe 2 überschritten wurde. Als Gemeindeleitung und Diakonenkreis werden wir das Geschehen im Blick behalten und regelmäßig prüfen, welche Maßnahmen in unserem Gemeindealltag getroffen werden müssen, um das Gemeindeleben vor Ort aufrecht halten zu können und zugleich Menschen zu schützen.

Die erste große Änderung ist ab dieser Woche die Einführung der generellen Maskenpflicht für unsere Gemeindeveranstaltungen. Masken sind auf den Wegen und auf den Plätzen anzulegen. Wer dies nicht möchte, kann leider nicht am Gottesdienst teilnehmen.

Veranstaltungen, zu denen wir einladen

  • Herzlich einladen möchte ich zum Gottesdienst am 25.10., (Achtung: Umstellung auf Winterzeit!) den dankenswerterweise mein Pastorenkollege i.R. Friedhelm Krenz übernommen hat, da ich selber noch krankgeschrieben bin. Sein Thema: „Hindernisse – wie wir sie deuten und damit umgehen können“. Auf das angekündigte Abendmahl werden wir an diesem Tag verzichten.
  • Für den Gottesdienst am 1.11. haben wir bereits im vergangenen Jahr
    Hartmut Nitsch eingeladen, der anlässlich des „Gebetstages für verfolgte Christen“ zu uns sprechen wird. Hartmut Nitsch ist Referent der Organisation „OPEN DOORS“ und damit ein profunder Kenner der Situation.
  • Bereits jetzt möchte ich darauf hinweisen, dass wir am 11. im Anschluss an den Gottesdienst eine Gemeindeversammlung angesetzt haben. Unter anderem werden wir an diesem Tag Herbert Strack aus dem Gemeindeleitungsamt verabschieden und die gewählten Mitglieder Judith Schäfer, Eckhard Otto und Thomas Petri in ihr Amt einführen.
  • „Bibellesen und Beten.“ Am Donnerstag, 10.2020, 17 Uhr, bieten wir eine Bibel- und Gebetsstunde im Gemeindehaus an, die diesmal von Christof Nickel geleitet wird.


Geburtstage

Wir gratulieren an dieser Stelle allen Gemeindegliedern, die in der kommenden Woche Geburtstag feiern. Wir wünschen ihnen mit dem folgenden Bibelvers Gottes reichen Segen für das neue Lebensjahr.
„Darum lasst uns freimütig hinzutreten zu dem Thron der Gnade, auf dass wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden und so Hilfe erfahren zur rechten Zeit.“ Hebräer 4,16

Ich wünsche ich euch allen ein gesegnetes Wochenende und eine bewahrte Woche.
In unserem Herrn sind wir verbunden,
Christof Nickel