Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen. (Mt 18, 20)

Wegweiser – Bibelworte und Informationen zur Wochenmitte, 29.10.

„Ihr sollt nichts dazutun zu dem, was ich euch gebiete, und sollt auch nichts davontun, auf dass ihr bewahrt die Gebote des Herrn, eures Gottes.“    5. Mose 4,2

Nein, ich kann mich nicht an diesen Begriff gewöhnen – und ich will es auch nicht: Alternative Fakten – oder alternative Wahrheiten.

In der Begründung, warum diese Redewendung 2017 zum Unwort des Jahres gewählt wurde, heißt es: Es handelt sich bei diesem „verschleiernden und irreführenden Ausdruck“ um den „Versuch, Falschbehauptungen als legitimes Mittel der öffentlichen Auseinandersetzung salonfähig zu machen.“ Kritisiert werden damit Menschen, die bewusst den Boden gesellschaftlicher Erkenntnismodelle verlassen, um Lügen oder Halbwahrheiten einen persönlich nützlichen und autoritativen Anstrich zu geben.

Wer nun meint, diese Methode zur Durchsetzung eigener Interessen bliebe ohne Folgen, der irrt sich. Immerhin wird auf diese Weise jede gesellschaftliche Konsensfindung der Beliebigkeit unterworfen.

Dabei ist dieses Vorgehen nicht neu. Die Geschichte der christlichen Kirchen ist voll von Irrlehren, Verirrungen und Leidensgeschichten, die auf die unangemessene Auslegung von Lehraussagen der Bibel jeweils dem Nutzen Einzelner zurückzuführen ist. Wie oft wurden Gottes Gebote so gezielt relativiert, infrage gestellt und bewusst missachtet – mit zum Teil verheerenden Folgen.

Das heutige Losungswort erinnert und ermahnt uns, Gottes Gebote mit Ehrfurcht und Gehorsam zu achten und sie nicht der Willkür eigener Interessen zu überlassen. Zu diesen Grundwerten christlicher Existenz, die uns etwa in den zehn Geboten und der Lehre von Jesus Christus benannt werden, soll es keine alternativen Wahrheiten, kein beliebiges Gewichten, kein Hinzufügen oder Weglassen geben. Punkt.

So liegt es an jedem Christen, sich immer wieder zu prüfen, in welcher Weise er Gottes Gebote und Ordnungen achtet und ihnen als verbindlichem Maßstab seines Handelns oberste Priorität gibt.

Informationen aus dem Gemeindealltag

Eigentlich sollte dieses „Wegweiserwort“ zur Wochenmitte erscheinen. Jedoch erschien es sinnvoll, zuvor die Beschlüsse zur Eindämmung der Coronapandemie abzuwarten, die am Mittwochabend bekannt gegeben wurden. Für unser Gemeindeleben wirken sich diese Verordnungen nach jetzigem Kenntnisstand auf die Weise aus, dass wir uns noch strikter an unser bestehendes Hygienekonzept halten werden.

Gottesdienste und andere Veranstaltungen können also weiterhin stattfinden. Bitte achtet noch bewusster auf die nötigen Abstände und das Tragen eurer Gesichtsmasken.
Wer Krankheitssymptome zeigt, kann leider nicht an unseren Veranstaltungen vor Ort teilnehmen, kann aber die Gottesdienste online anschauen.

  • Für den Gottesdienst am 1.11. haben wir bereits im vergangenen Jahr Hartmut Nitsch eingeladen, der anlässlich des „Gebetstages für verfolgte Christen“ zu uns sprechen wird. Hartmut Nitsch ist Referent der Organisation „OPEN DOORS“ und damit ein Kenner der Situation. Dieser Gottesdienst wird auch aufgezeichnet und am Sonntag über unsere Homepage gesendet.
  • „Bibellesen und Beten.“ Am heutigen Donnerstag bieten wir um 17 Uhr eine Bibel- und Gebetsstunde im Gemeindehaus an.
  • Die Gemeindeleitung trifft sich heute zum ersten Mal in neuer Besetzung zu einer Sitzung. Wir bitten um eure Fürbitte.

Dorothee Großöhme weist als Leiterin unseres Büchertischs darauf hin, dass Kalender, Losungs- und Andachtsbücher sowie weitere Literatur bei ihr bestellt werden können. Die Bestellungen können sonntags am Büchertisch abgeholt werden. Zudem bietet sie an, die Bestellungen ohne Zusatzkosten abends persönlich nach Hause zu liefern.
Alternativ kann eine Botenfahrerin die Bestellungen am Dienstag und Freitag vormittags vorbeibringen. Bitte sprecht sie dazu an.