Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen. (Mt 18, 20)

Gedanken und Informationen zum Wochenende, 14.2.2021

„Der Arme wird nicht aus dem Land verschwinden; darum gebiete ich dir: Tue deine Hand weit auf für deinen Bruder, für den Elenden und den Armen bei dir in deinem Land!“  5. Mose 15,11

Ein wenig ernüchternd ist sie schon, die Feststellung, die Gott seinem Volk durch Mose mitteilen lässt: Das Elend dieser Welt wird nicht verschwinden. Arme, Bedürftige und notleidende Menschen, die nicht in der Lage sind, sich selbst zu helfen, wird es immer geben.

Obwohl seit dieser Aussage Jahrtausende vergangen sind und die Menschheit in einer langen Folge von Generationen genug Gelegenheit hatte, den Zustand dieser Welt zu verbessern, hat sich doch nicht an dieser Tatsache geändert. Ganz im Gegenteil. Die Armen dieser Welt sind nicht verschwunden. Ob in Afrika, dem Nahen Osten, Lateinamerikas – oder auf den Straßen der Hauptstadt der Obdachlosen in Deutschland, Berlin. Armut ist da. Und glaubt man den Prognosen, wird sie sich auch in diesen Monaten der Coronakrise weiter ausbreiten.

Aber Armut bedeutet mehr, als unter dem statistisch errechneten Durchschnitt einer gewissen Einkommensgrenze leben zu müssen. Wir finden sie auch dort, wo Menschen der Überblick über ihre Lebensverhältnisse entglitten ist, sie aus eigener Kraft ihr Leben nicht mehr bewältigen können. Und kann man daneben nicht auch die Menschen als „arm“ bezeichnen, die zwar äußerlich gut versorgt sind, zugleich aber an den Folgen ihrer Lebensweise zu zerbrechen drohen?

„Die Armen werden niemals ganz aus deinem Land verschwinden.“ Ja, so ist es. Und es wird auch so bleiben. Trotz Welternährungsfonds und mancher Hilfsprogramme, die Gott sei Dank vorhanden sind. Und doch ist diese Feststellung nicht als Zynismus zu verstehen. Denn sie ist, zumindest für jeden Christen, eine einzige Aufforderung zum Handeln. Was auch im zweiten Teil des Verses erkennbar ist: „Tue deine Hand weit auf für deinen Bruder, für den Elenden und den Armen bei dir in deinem Land!“

Es zieht sich wie ein roter Faden durch die ganze Bibel: Menschen, die sich zu Gott halten, schauen nicht nur auf ihr eigenes Wohl, sondern sind denen verpflichtet, die Not leiden. Ob das in finanzieller Hinsicht geschieht (man bedenke nur die gute Ordnung, den 10. Teil seines Einkommens Gott zur Verfügung zu stellen) oder sich in sozial-seelsorgerlichem Handeln konkretisiert. Wir sollen und wir dürfen nicht am Leid dieser Welt vorbeigehen.

Auffällig, wie oft in der Bibel die Qualität der Beziehung zu Gott in Beziehung gebracht wird zum Umgang mit armen, hilflosen und schwachen Menschen. Jakobus bringt es in seinem Brief provozierend auf den Punkt, wenn er davon spricht, dass der Glaube sich in Taten der Liebe konkretisieren wird, wenn er nicht „tot“ ist. (Jakobus 2, 14ff)

Grund genug, immer wieder darüber nachzudenken, auf welche Weise wir als einzelne Christen oder auch als Gemeinde gefordert sind, diesem Auftrag Gottes nachzukommen. Stellen wir uns nur dieser Herausforderung und leben wir unseren Glauben an Gott praktisch und konkret mitten in dieser Welt aus, in der es immer Bedürftige geben wird.

 

Informationen zu unseren Gottesdiensten

  • Gottesdienste im Gemeindehaus starten wieder

Nach ausführlichen Beratungen hat die Gemeindeleitung in dieser Woche beschlossen, ab März wieder Gottesdienste im Gemeindehaus anzubieten. Für alle, die noch nicht an diesen Präsenzveranstaltungen teilnehmen können, übertragen wir die Gottesdienste als Livestream, der über unsere Homepage oder unseren YouTube Kanal zu sehen ist.

  • Gottesdienst mit Abendmahl am 14. 2. – nur Online

Wir werden am kommenden Sonntag im Rahmen unseres Online-Gottesdienstes gemeinsam Abendmahl feiern. Bereits im vergangenen Jahr haben wir diese Form ausprobiert und gute Rückmeldungen erhalten. Wer daran teilnehmen möchte, sollte sich daheim Brot und Wein/Saft bereitstellen. Weitere Informationen zur Umsetzung erhaltet ihr während des Gottesdienstes. Beginn des Gottesdienstes: 10.00 Uhr.

  • Kaffeetrinken nach dem Gottesdienst am 14.2.

Wir alle vermissen es: Die Möglichkeit, nach dem Gottesdienst mit einer guten Tasse Kaffee zusammenzustehen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Um diese Begegnungen trotz aller Beschränkungen möglich zu machen, laden wir euch am 14.2. direkt ab 11.15 Uhr zu einem „virtuellen Kaffeetrinken und Begegnen“ in einer „Zoom-Konferenz“ ein. Wer daran teilnehmen möchte, kann sich dazu über einen folgenden Link anmelden, den Kai Maaß euch auf Anfrage zustellen wird.

  • Online-Kindergottesdienst

Es gibt einen neuen Online-Kindergottesdienst aus Geisweid. Euch erwarten etwas Kreatives, eine spannende Geschichte, Kai allein auf dem Winterspielplatz und einiges mehr. Viel Freude beim Einschalten. Wer daran teilnehmen möchte, kann sich dazu über einen folgenden Link anmelden, den Kai Maaß euch auf Anfrage zustellen wird.

  • Musikalischer Gottesdienst mit Timo Böcking und Anni Barth am 21. 2. – nur Online

Bereits zum zweiten Mal setzen die beiden Ausnahmemusiker Timo Böcking und Anni Barth in unserem Sonntagsgottesdienst musikalische Akzente. Leider kann dieser Gottesdienst nur Online erlebt werden. Christof Nickel wird in seiner Predigt über das Thema „Bei Jesus heil werden“ (Mk 8, 22ff.) sprechen.

Weitere Informationen

  • Unbedingt vormerken: Am Mittwoch, 17.3. laden wir ein zu einem „FORUMMitarbeit und Gemeinde“. Im Rahmen einer Zoomkonferenz wollen wir uns persönlich begegnen und austauschen, Planungen und Ideen vorstellen und Impulse für unsere Gemeindearbeit im laufenden Jahr sammeln. Nähere Infos dazu erhaltet ihr zu einem späteren Zeitpunkt.

Ich wünsche allen ein von unserem Herrn gesegnetes Wochenende und eine bewahrte Woche.
Christof Nickel