Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen. (Mt 18, 20)

Informationen und Gedanken zum Wochenende, 21.2.2021

von Christof Nickel

„Schaue darauf, dass nicht das Licht in dir Finsternis sei.“  Lukas 11,35

Während meiner Zeit als Zivildienstleistender arbeitete ich in einer Internatsschule für Blinde. Junge Menschen aus dem ganzen Land lernten dort mit ihrer Erblindung so umzugehen, dass sie sich im Alltag zurechtfinden konnten. Für mich war es erstaunlich, wie geschickt sie mit ihren Fingerspitzen lesen oder sich allein auf ihr Gehör und einen Stock verlassend, im turbulenten Straßenverkehr orientierten konnten. Dennoch war es der sehnlichste Wunsch vieler Schüler, einmal „sehen“ zu können, wie diese Welt mit all ihren Farben, ihren unbeschreiblichen Formen tatsächlich aussieht. Denn Blindheit ist schlimm.

Genau diesen Gedanken hat Jesus einmal mit einem Bildwort aufgegriffen, als er vom Auge, als Licht des Leibes gesprochen hat. Ist das Auge gesund, erhellt es unser Leben. Ist es aber für das Licht verschlossen, leben wir in Finsternis. Ihm ging es dabei nicht allein um Blindheit im organischen Sinn, die in der Regel ohne eigenes Zutun über einen Menschen kommt. Sein Anliegen war es, die geistliche Blindheit des Herzens zu beschreiben, die ein Leben und Sein mit Finsternis umhüllen kann.

Diese Art von Dunkelheit, so Jesus, kann von uns überwunden werden, denn wir haben Einfluss darauf, ob wir ein Leben führen, das vom Licht Gottes geprägt und erfasst ist oder eben nicht. Der Schlüssel dazu liegt in der Frage, ob wir es Gott gestatten, unser Leben mit seinem Heiligen Geist „durchleuchten“ und erhellen zu dürfen.

Gottes Geist ist es, der all das, was gegen den Schöpfer alles Guten steht, aufdecken und ans Licht bringen möchte. Er ist es, der uns leiten will, Gottes guten Willen zu erkennen und zu tun. Und er ist es auch, der uns zu Menschen mit guter „Ausstrahlung“ machen kann. Sich diesem Geist Gottes und seinem Wirken zu verschließen bedeutet, in der Finsternis ohne Gott bleiben zu wollen.

Gott hat uns, wie Paulus es einmal sagte, einen hellen Schein in unser Herz gegeben hat, der uns befähigt, Gott zu erkennen und seinen Willen zu tun. Wenn wir aber diesen hellen Schein Gottes dämpfen, zudecken oder abtun, wird Gott unsere Entscheidung respektieren. Zugleich aber wird er traurig sein, weil das helle Licht seiner Liebe in uns nicht strahlen wird. Wenden wir uns also Jesus zu, der uns mit diesem Bild deutlich macht, dass wir nicht in Blindheit leben müssen. Heilung ist möglich, weil er, unser Herr auch heute noch „Blinde sehend“ machen will.

 

Informationen zu unseren Gottesdiensten

  • Gottesdienste im Gemeindehaus starten wieder

Nach ausführlichen Beratungen hat die Gemeindeleitung in dieser Woche beschlossen, ab März wieder Gottesdienste im Gemeindehaus anzubieten. Für alle, die noch nicht an diesen Präsenzveranstaltungen teilnehmen können, übertragen wir die Gottesdienste als Livestream, der über unsere Homepage oder unseren YouTube Kanal zu sehen ist.

  • Musikalischer Gottesdienst mit Timo Böcking und Anni Barth am 21. 2. – nur Online

Bereits zum zweiten Mal setzen die beiden Ausnahmemusiker Timo Böcking und
Anni Barth in unserem Sonntagsgottesdienst musikalische Akzente. Leider kann dieser Gottesdienst nur Online erlebt werden. Christof Nickel wird in seiner Predigt über das Thema „Bei Jesus heil werden“ (Mk 8, 22ff.) sprechen.  Beginn des Gottesdienstes: 10.00 Uhr. Die Übertragung kann über unsere Homepage oder unseren YOUTUBE Kanal verfolgt werden.

  • Kaffeetrinken nach dem Gottesdienst am 21.2.

Nachdem wir am vergangenen Sonntag bereits erste gute Erfahrungen mit einer virtuellen Begegnung nach dem Gottesdienst machen konnten, möchten wir auch am Sonntag diese Möglichkeit der Begegnung im Rahmen einer Zoom-Konferenz anbieten. Der Zugangslink kann über Christof Nickel bezogen werde. Wir starten bereit 5 Minuten nach Ende unserer Gottesdienstübertragung.

Weitere Informationen und Fürbitte

  • Aus dem FeG Bund

Am 17. 2. fand ein von der FeG Bundesleitung gestaltest Online-Podium statt, das sich mit der Frage beschäftige, wie Gemeinde nach Corona aussehen wird. Es ging darum, schon jetzt vorzudenken und Prozesse in den Blick zu nehmen, die wichtig sein werden.

Besonders spannend waren dabei die Fragen: 1. Was wollen wir hinüberretten?
2. Was wollen wir retten, indem wir es verändern?
3. Was wollen wir ganz neu machen/erfinden?

Wer sich für diese und andere dieser Fragestellungen interessiert und einen Einblick in die besprochenen Themen bekommen möchte, kann sich die Vorlagen dazu über diesen Link herunterladen. Ich bin mir sicher, es lohnt sich, mit diesem Thema unterwegs zu sein. https://feg.de/wp-content/uploads/2021/02/FeG-Podium_Gemeinde_nach_Corona_TEXT.pdf

  • „FORUM Mitarbeit und Gemeinde“

Bestimmt werden diese Fragenstellungen auch in unserem
„FORUM Mitarbeit und Gemeinde“ eine Rolle spielen, das wir für Mittwoch, 17.3. ab 19.30 Uhr geplant haben.

Im Rahmen einer Zoomkonferenz wollen wir uns persönlich begegnen und austauschen, Planungen und Ideen vorstellen und Impulse für unsere Gemeindearbeit im laufenden Jahr sammeln.

Eingeladen zu diesem Treffen sind alle, die in unserer Gemeinde mitarbeiten.
Natürlich sind auch diejenigen herzlich willkommen, die sich für unsere Gemeindearbeit interessiert. Nähere Infos dazu erhaltet ihr zu einem späteren Zeitpunkt.