Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen. (Mt 18, 20)

Gedanken und Informationen zum Wochenende, 26.9.

von Christof Nickel

Wer sich im Internet darüber infor­miert, was die angesag­testen Beziehungskiller im zwischenmenschlichen Bereich sind, bekommt unter anderem als Antwort genannt:
Kommunikationsprobleme und negative Kritik. Nicht unerwartet für unsere Zeit, denke ich und frage mich, ob es denn einen gemeinsamen Nenner geben könnte, der sich wie ein roter Faden durch diese Bereiche ziehen könnte. Beim Lesen von Psalm 19, 13 habe ich ihn gefunden:

„Wer bemerkt seine eigenen Feh­ler? Sprich mich frei von Schuld, die mir nicht bewusst ist.“

Beziehungen sind immer gefährdet, wenn es nicht gelingt, von anderen auf sich selbst zu schließen und nach eigenen Anteilen in einem Konflikt oder einer Erwartung zu fragen. Es ist ja auch viel einfacher, anderen Schuld und Versagen vor­zuhalten, um so von sich selbst abzulen­ken. Das heißt, wir messen gerne mit zweierlei Maß. Der Andere zieht den Kürzeren, während wir uns selbst mildernde Umstände zubilligen. Wunderbar ist dieser Mechanismus in dem Buch „Du kannst die Welt verwandeln“ von James Keller beschrieben:

Wenn der andere schlecht han­delt, ist er eklig;
wenn du es tust, sind’s die Nerven.

Wenn er auf seiner Meinung beharrt, ist er eigensinnig;
wenn du es tust, ist es Standhaftigkeit.

Wenn er deine Freunde nicht mag, hat er Vorurteile,
wenn du seine nicht leiden kannst, beweist du Menschenkenntnis.

Wenn er versucht, Entgegenkom­men zu zeigen, will er sich ein­schmeicheln;
wenn du es tust, bist du taktvoll.

Wenn er Zeit braucht, etwas zu er­ledigen, ist er schrecklich langsam;
wenn du eine Ewigkeit brauchst, bist du bedachtsam.

Wenn er sich an Kleinigkeiten klammert, ist er verschroben;
wenn du es tust, bist du zuverlässig.

Warum aber leugnen, was so offensichtlich Teil unseres Le­bens ist? Immerhin kostet dieses Leugnen nicht nur sehr viel Energie, es kann uns auch krank machen, wenn ei­genes Versagen und eigene Schuld ständig verdrängt werden.

Darum ermutigt uns die Bibel, den eigenen Fehlern und der eigenen Schuld ins Gesicht zu schauen und sie als Teil unseres Lebens anzuerkennen. Wir sind nicht vollkommen und müssen es auch in den Augen Gottes nicht sein. Denn über aller Schuld – der bewussten, als auch der unbewussten – gilt sein Versprechen der Verge­bung. Gott will uns unsere Schuld gerne vergeben, sei sie auch noch so groß oder in ihren Folgen weitreichend. Gottes Vergebung ist ein Geschenk, das wir dankbar annehmen dürfen.

Die Folgen werden wir zu spü­ren bekommen. Denn ich meine, dass sich die Fähigkeit, die eigene Schuld anzuerkennen und Verge­bung zu empfangen unmittelbar auf unsere Beziehungsfähigkeit mit anderen Menschen auswirken wird. Weil Geduld und Barmherzig­keit in uns wachsen wird sich das in allen Bereichen unseres Mitein­anders heilsam auswirken.

Informationen aus dem Gemeindeleben

  • Gottesdienst mit Abendmahl / KiGo am 26. September, 10 Uhr / keine Onlineübertragung
  • Erntedank-Gottesdienst / KiGo am 3. Oktober / keine Onlineübertragung
  • Bibelgespräch und Gebet am kommenden Donnerstag, 30. September.
  • Woche der Begegnung vom 26. September bis 3. Oktober.

Am 26. September startet unsere Woche der Begegnung. Dazu gibt es unter der Woche viele Angebote, an denen ihr gerne teilnehmen könnt. Wichtig ist jedoch, dass ihr euch vorher anmeldet. Das ist möglich, indem ihr euch in die im Foyer des Gemeindehauses aushängenden Listen eintragt. Alternativ kann eine Anmeldung auch über unsere Homepage geschehen: https://siegen-geisweid.feg.de/woche-der-begegnung  Bei Fragen dazu bitte an Kai Maaß oder Judith Schäfer wenden.

  • Der Büchertisch hat geöffnet ab dem 3. Oktober.
    Wir sind froh, dass unser Gemeinde-Büchertisch ab dem 3.10 wieder geöffnet hat. Bitte beachtet die gute Buchauswahl und nutzt die Möglichkeit, Bücher bestellen zu können.
  • Bibelkurs auf Farsi ab Oktober
    Im Oktober startet wieder ein Bibelkurs auf Farsi. Sadegh und Nahid bieten ihn alle 14 Tage jeweils am Freitag an. Sie geben gerne Auskunft, sollte jemand Fragen haben.
  • Sammlung für die FeG Bundesarbeit am 3. Oktober

Am 3. Oktober möchten wir die Sammlung für den Spendentag 3 des FeG Bundes durchführen. Sie ist für die „Allgemeine Bundesarbeit“ bestimmt.
Guido Sadler, Geschäftsführer des Bundes, sagt dazu:

„Der Bund FeG besteht aus 500 Gemeinden – ohne die er gar nicht existiert.
Und ohne Sie wäre jeder Berg zu steil und jeder Gegenwind zu groß. Deswegen bitte ich Sie, uns beim FeG-Spendentag durch Ihre finanzielle Unterstützung in Bewegung zu setzen. Nicht, weil wir im Lockdown verharren, sondern mit Gottes Möglichkeiten und Ihrer Unterstützung wiederum weitere Menschen und Gemeinden bewegen.“

  • Flug gebucht: Unsere Missionarin Nina Vollmer reist auf die Philippinen

Nach langem Warten hat Nina Vollmer nun ihre offizielle Ausnahmegenehmigung zur Einreise auf die Philippinen erhalten. Ihr Flug ist für den 24. September geplant.
Bitte begleitet Nina Vollmer im Gebet.

  • Der Diakonenkreis informiert: Der großer Garteneinsatz am 16. Oktober

Unser Gemeindegelände braucht Pflege. Um die Arbeiten auf dem Außengelände stemmen zu können, bittet der Diakonenkreis am 16. Oktober ab 9.30 Uhr um möglichst viele helfende Hände. Wer nähere Infos benötigt, kann sich an den Diakonenkreis wenden.