Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen. (Mt 18, 20)

Gedanken und Informationen zum Wochenende, 7.11.

von Christof Nickel

Jesus spricht: „Wer von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, den wird in Ewigkeit nicht dürsten…“ Johannes 4,14a

Kennen ihr die „Rose von Jericho“? Das ist ein ganz interessantes Gewächs! Meine Tochter hat diese Blume einmal zu ihrem Geburtstag geschenkt bekommen – und seitdem bin ich wirklich sehr beeindruckt von ihren Fähigkeiten. Diese Blume wächst und gedeiht, solange ihre Wurzeln Wasser finden. Das ist freilich nichts Ungewöhnliches. Auf ihre Besonderheit wird man erst aufmerksam, wenn kein Wasser mehr da ist. Denn dann klappt sie nach und nach ihre Wurzeln ein, zieht sich in sich zurück und hört scheinbar auf zu leben. In den Wüstenregionen, in denen sie eigentlich beheimatet ist, wird sie nun von Wind wie ein vertrockneter Ball hin und her getrieben, so lange, bis die Pflanze auf Wasser stößt. Dann streckt sie ihre Wurzel wieder aus und fängt sichtbar an aufzulebend.

Manchmal erinnert mich mein Leben als Christ an diese Pflanze. Als ich zum Glauben gekommen war, spürte ich, was es heißt, ganz nah „am Wasser Gottes“ zu leben. Sein Wort war für mich eine Quelle, durch die meine Seele Nahrung bekam. Begierig streckte ich „meine Wurzeln“ danach aus, liess mich „voll-saugen“ mit den Lebensworten Gottes.

Im Laufe der Jahre gab es aber immer wieder Phasen, in denen Anforderungen, Herausforderungen und oder schlichte Gleichgültigkeit mich vom lebedigen Wasser Gottes wegdrängten. Oft geschah dies still und leise, fast unbemerkt. Manchmal waren es Erlebnisse, die verunsicherten und mich auf Distanz zu Gott gehen ließen.

Immer wieder musste ich dann feststellen, dass sich mein Leben dadurch veränderte. Durch falsche Prioritätensetzung hatte ich plötzlich keine Zeit oder Lust zum Bibellesen. Mein Gebetsleben war kaum mehr als eine Pflichtübung. In Jugendkreis und Gemeinde ging ich, um Menschen zu treffen – Jesus aber suchte ich dort immer weniger. Ich wollte und konnte sein „Anklopfen“ nicht mehr hören. Und so glich meine Seele nach und nach einem wüsten Land, wurde der beschriebenen vertrockneten Rose immer ähnlicher. Mit der Folge, dass Lebensfreude zu einem Fremdwort wurde, aber zugleich die Sehnsucht danach wuchs.

Ich bin sehr froh darüber, dass Gott unsere tiefe Sehnsucht und Bedürftigkeit kennt. Selbst mit unserer Gleichgültigkeit ihm gegenüber will er sich nicht abgeben. Er möchte uns gerne zur Quelle des Lebens zurückführen.

Vielleicht ist darum Gott mit dem Wind in der Wüste zu vergleichen, der uns Menschen, wie die beschriebene Rose in Bewegung setzt. Oft geschieht das über weite Strecken und nicht selten scheinbar ziellos. Gottes Wind aber will uns immer zu einem Ziel führen: zur Lebensquelle, die er selbst für uns ist.

Ich freue mich sehr darüber, wie Gottes Wind, oder anders gesagt – sein heiliger Geist – uns durch unser Leben führt. Er bringt uns Gott immer wieder in Erinnerung, lässt die Sehnsucht nach ihm nicht verstummen. Und dann lässt er uns frisches Wasser entdecken, an dem wir nur unsere Wurzeln ausstrecken brauchen, um uns mit seinem Lebenswasser vollzusaugen.

Vielleicht machst du gerade ganz ähnliche Erfahrungen. Gott scheint dir weg zu sein. Glaube fühlt sich vertrocknet an und hat kaum noch Bedeutung und Auswirkung auf dein Leben. Aber zugleich brennt da die Sehnsucht nach mehr Leben.

Wie wäre es, wenn du Gott das einfach in einem Gebet sagen würdest?
„Herr, der du dafür sorgst, dass selbst eine kleine Blume zum Wasser findet, führe du mich auch dorthin, wo mein Glauben wieder auftanken und lebendig werden kann. Ich sehne mich nach der Quelle des Lebens.“

Ich glaube fest daran, dass Gott dich zur Quelle, die er selber ist, führen will und kann. Er will dich wieder zum Aufblühen bringen, wie du es dir nicht denken kannst.

Warum? Weil Jesus auch zu dir gesagt hat: „Wer von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, den wird in Ewigkeit nicht dürsten!“

 

Informationen aus dem Gemeindeleben

  • Gottesdienst / KiGo am 7.11. um 10 Uhr (keine Onlineübertragung)
  • Gottesdienst / KiGo am 14.11. um 10 Uhr (keine Onlineübertragung)
  • Gottesdienst mit Abendmahl am Buß- und Bettag 17.11. um 20 Uhr
  • Bibelgespräch und Gebet am 11.11. um 17 Uhr

 

  • Hoffnungsfest – Gott erleben, Jesus begegnen

In der kommenden Woche (7. – 13.11.2021) findet die Übertragung von „hoffnungsfest – Gott erleben, Jesus begegnen“ statt. Im Mittelpunkt dieser evangelistischen Abende stehen persönliche Lebensgeschichten, biblische Berichte und die Einladung zum christlichen Glauben.

Das jeweils einstündige Programm beginnt um 20 Uhr und kann auf https://hoffnungsfest.eu  und auf Bibel TV empfangen werden. Die Sendungen werden in Deutsch, Farsi, Chinesisch, Kroatisch, Arabisch und in deutsche Gebärdensprache übersetzt.

Hauptredner sind Mihamm Kim-Rauchholz (Professorin für Neues Testament und Griechisch an der Internationalen Hochschule Liebenzell) und Yassir Eric (Theologe und Leiter des Europäischen Instituts für Migration, Integration und Islamthemen in Korntal). Die beiden Theologen nehmen Euch mit auf eine Reise hin zu Jesus Christus und zu Gott. Lass Dich von bewegenden Lebenserfahrungen unserer Gäste berühren und Dich inspirieren durch Talks, persönliche Jesus-Begegnungen und Musik.

Wir laden als FeG Siegen-Geisweid dazu ein, diese besondere Evangelisation mitzuverfolgen und sie zusammen mit Freunden, Bekannten, Hauskreisen oder in den Familien anzuschauen. Die neuen Hauptredner bringen in das alte ProChrist-Format einen ganz anderen Akzent hinein, der absolut spannend sein wird.  Wer keinen Internetzugang besitzt, kann sich ab 20 Uhr die Übertragung bei Bibel TV im Fernsehen anschauen. Nutzt die Gelegenheit!

 

  • Die besondere Konzertlesung am 29.11.2021, 19 Uhr im Gemeindehaus.

Andreas Malessa und Uli Schwenger laden ein zu ihrem unterhaltsamen und inspirierenden Programm „Lacht hoch die Tür“ das uns „weise, witzig, weihnachtlich“ auf die beginnende Adventszeit einstimmen wird.

„Einerseits soll der Advent kuschelig, romantisch und besinnlich sein.
Anderseits raubt das „Fest der Familie“ vielen den letzten Nerv.

ENTSPANNEN SIE SICH.

Bei wunderschönen Pop-Hits, Gospelrythmen, Jazz-Klassikern und Weihnachtsliedern im neuen Gewand. Summen, singen, schmunzeln Sie mit! Wenn Hörfunkjournalist Andreas Malessa Kurzgeschichten vorträgt, die augenzwinkernd unseren Alltag aufs Korn nehmen und spirituell Schwarzbrot servieren, ohne Schmalz. Aber mit ein paar Stückchen Chili-Schokolade des selbstironischen Humors.

Damit Sie weder sorgenvoll noch gereizt, weder zerknirscht noch melancholisch auf Weihnachten zugehen, sondern sich von Herzen auf eine „fröhliche, selige, gnadenbringende Weihnachtszeit“ freuen können.“

Eintrittskarten sind ab sofort für 12.- € am Büchertisch nach dem Gottesdienst, online über unsere Homepage, in der Alpha-Buchhandlung Siegen oder an der Abendkasse erhältlich. Bitte nehmt die ausliegenden Flyer und Plakate mit und ladet gerne zu diesem wunderbaren Abend ein. Es lohnt sich. Versprochen!