Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen. (Mt 18, 20)

Gedanken und Informationen zum Wochenende, 22.5.2022

von Pastor Christof Nickel

Israel, unterwegs auf einer abenteuerlichen Reise in die Freiheit. Der Sklaverei in Ägypten sind sie gerade entkommen, unbekanntes neues „Freiland“ liegt noch vor ihnen. Dazwischen ist das Erleben einer wunderbaren Bewahrung und Versorgung durch Gott selbst.

Israel macht unterwegs grundlegend wichtige Erfahrungen. Zum einen entdecken sie das kostbare Geschenk der Freiheit. Menschen, die jahrhundertelang als Sklaven leben mussten, gehen nun zum ersten Mal wieder eigene Wege ganz ohne die Bevormundung anderer oder eine stete Angst vor Bedrohung im Nacken. Dass diese neue Freiheit ein Geschenk Gottes sein musste, war ihnen klar. Denn er alleine konnte solche Fesseln durchbrechen. Seine Botschaft: Ich bin ein Herr, der eure Knechtschaft beendet.

Andererseits musste Israel aber auch realisieren, dass jede neu gewonnene Freiheit von Anfang an auch gefährdet ist. Denn kaum aufgebrochen, versuchte sie die Vergangenheit wieder einzuholen – Ägypten jagte ihnen mit seiner Armee hinterher. Schon der Anblick ihres Kommens ließ den befreiten Sklaven das Herz in die Hose rutschen und Zweifel aufkeimen.

Wie man diese Gefährdung überwinden kann, wurde ihnen dann deutlich vor Augen gestellt. Wen Gott befreit, den will er auch in der gewonnenen Freiheit bewahren.
Im Hören auf sein Reden, im Vertrauen auf seine Zusagen und im gehorsamen Handeln liegt der Schlüssel dazu verborgen. Es klingt vielleicht paradox und doch ist es eine tiefe geistliche Wahrheit: Wer sich an Gott bindet, der wird nicht nur Freiheit erleben, sondern auch darin bewahrt.

Der Weg aus der Bedrängnis in die Freiheit Gottes ist, zumindest geistlich gesehen, bis heute die Herausforderung unseres Lebens. Gott lädt uns immer wieder ein, die Gefängnisse unserer Angst, die Ketten lebensverhindernder Bindungen und die Mauern seelischer Unterdrückungen mit seiner Hilfe zu durchbrechen. Dazu bist du nicht geschaffen, sagt er uns. Ich will, dass du wahres Leben im Überfluss findest.

Ich selber weiß, dass dies keine leeren Versprechungen sind, denn dazu bin ich schon zu lange als Christ mit Gott unterwegs. Ich habe es im eigenen Leben und in der Begegnung mit anderen Christen selbst erlebt, wie kraftvoll Gott aus der Enge einer Not in die Weite geführt hat. Das Lied Moses als Reaktion auf Gottes Hilfe, ist mir deshalb nicht unbekannt.

„Meine Stärke und mein Lied ist der Herr, er ist für mich zum Retter geworden.“ 2. Mose 15, 2

Nein, ich mache mir nichts vor. Noch bin ich unterwegs. Noch bin ich, so wie Israel damals, nicht am Ziel angelangt. Noch liegen Wüsten, manche Dürrezeiten und mühsame Wegstrecken vor mir. Dass ich trotzdem gelassen und zuversichtlich leben kann, das hat mit der Zuversicht zu tun, die Gott Menschen schenkt, die ihm vertrauen. „Ich bin und bleibe bei dir!“ Diesen Zuspruch Gottes darf jeder für sich hören und in Anspruch nehmen, der es wagt, mit Gott im Aufbruch zu leben.

 

Informationen aus dem Gemeindeleben

  • Corona-Hygienekonzept

Ab sofort können im Gottesdienst die Masken an den Sitzplätzen abgenommen werden.
Die Maskenpflicht gilt allerdings noch auf den Gängen und beim Singen.

  • Gottesdienste

  1. Mai, 10 Uhr 125 Jahre FeG in Geisweid – Gastredner: Christoph Schmitter
    Anschl. gemeinsames Essen

Für das gemeinsame Essen bitten wir darum, Salate mitzubringen (in etwas größerer Menge, als man selbst verzehren möchte, damit auch Gäste versorgt sind). Würstchen, Fladenbrot und Getränke besorgt der Diakonenkreis.

  1. Mai, 11.00 Uhr Gottesdienst an Himmelfahrt auf dem Klafelder Markt
    Anschl. gemeinsames Essen

Vorletztes Jahr ging es nur online, letztes Jahr nur mit wenigen Leuten in der Talkirche, aber dieses Jahr zu Christi Himmelfahrt wollen wir als Evangelischen Allianz in Geisweid gemeinsam unter freiem Himmel auf dem Klafelder Markt Gottesdienst feiern, mit allem, was bis 2019 dazu gehörte: gemeinsames Singen, Beten, Hören auf Gottes Wort, musikalisch begleitet von den CVJM-Posaunenchören und hinterher ein gemeinsames Mittagessen mit Gegrilltem, Salatbüffet und guten Begegnungen. Beginn ist am 26. Mai wie immer um 11.00 Uhr.
Sollte das Wetter zu schlecht sein, findet der Gottesdienst in der Talkirche statt. Wir freuen uns auf das Wiedersehen und über rege Beteiligung!

Für das gemeinsame Essen werden insg. 6 Salate benötigt. Bitte bei Christof Nickel melden. Ebenso suchen wir einige Helfer für den Aufbau, die ab 9 Uhr auf den Markplatz kommen sollten. Wer macht mit?

  • Hilfe für Menschen aus und in der Ukraine

Bitte beachtet die Informationen der Allianzmission und FeG Katastrophenhilfe die aufzeigen, wie wir in dieser herausfordernden Krise als Gemeinde und als Einzelpersonen helfen können. Die Möglichkeiten reichen von aktuellen Gebetsanliegen über Spendenaktionen bis hin zu Möglichkeit, kurzfristig Menschen aufzunehmen.

Links: https://feg.de/ukrainehilfe/  und   https://feg.de/feg-ukrainehilfe-allianz-mission/