Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen. (Mt 18, 20)

Gedanken und Informationen zum Wochenende, 19.6.2022

von Pastor Christof Nickel

„Öffne deinen Mund für den Stummen, für das Recht aller Schwachen!“Sprüche 31,8

Ganz schön herausfordernd, dieser Satz. Nein, er stammt nicht aus dem Programm von Amnesty International oder einer großen Gewerkschaftsorganisation, sondern aus dem Buch der Sprüche in der Bibel. Die dort gesammelten Verse betrachten unser menschliches Handeln und bewerten es, indem sie den Zusammenhang zwischen Tun und Konsequenz beschreiben.

Der Hintergrund des Bibelverses ist das Gespräch zwischen einer Mutter und ihrem Sohn, der gerade König geworden ist Sie ermahnt ihn, für das Recht der Schwachen einzutreten und erinnert ihn an die Verantwortung, auch für diejenigen das Wort zu ergreifen, die selbst nicht mehr für sich sprechen können oder zu schwach sind, für ihr Recht zu streiten.

Interessant ist, dass sich diese Mutter selbst als Vorbild nennt, an dem er sich orientieren soll. Durch seine Geburt ist auch sie in eine Verantwortungs- und Fürsorgeverantwortung berufen worden. Ihre Aufgabe als Mutter war es, sich für dieses kleine, schwache und rechtlose Kind einzusetzen, damit es behütet und bewahrt aufwachsen konnte Gleiches erwartet sie nun von ihrem Sohn: „Gib das weiter, was du selbst empfangen hast

Wir Menschen und ganz besonders wir als Christen, sind herausgefordert, uns für das Wohl und Recht schwacher Menschen einzusetzen. Nein, das ist keine politische Parole, sondern eine geistliche Notwendigkeit. Schon im Alten Testament wurde die geistliche Qualität und der innere Zustand des Volkes Israels nicht daran gemessen, wie schön sie ihre Gottesdienste feierten oder wie viele Opfer sie brachten. Für Gott scheint der Umgang mit den Schwachen und Sprachlosen der Index zu sein, auf den er schaut. Witwen und Waisen, Fremdlinge (in Israel lebende Ausländer), also Menschen, die leicht übergangen wurden, will Gott geschützt und bewahrt sehen.

Was im Alten Testament anklingt, das wird im Neuen Testament für die Gemeinschaft der Christen als Auftrag weitergegeben. Nach dem Vorbild von Jesus zu handeln, heißt nach wie vor, sich den Schwachen, Verzweifelten und Hilfesuchenden zuzuwenden Nicht nur mit Worten, sondern vor allen Dingen mit handfesten Taten der Liebe und Barmherzigkeit.

Und warum sollen gerade wir als Christen das tun? Weil auch wir viel Hilfe erfahren haben Gott hat sich um uns gekümmert, als wir am Leben verzweifelt sind, oder nach Antworten suchten, in einer Not steckten. Er hat Menschen zu uns geschickt, die uns seine Liebe und seine Fürsorge greifbar machten An ihm nehmen wir uns ein Vorbild.

„Öffne deinen Mund für den Stummen, für das Recht aller Schwachen!“ – Sprüche 31,8

Weitergeben, was wir selbst empfangen haben, heißt für mich, diese Welt auch mit ihren Schattenseiten wahrzunehmen. Es soll mich nicht kalt lassen, wenn Menschen in Not sind. Ich will mir Zeit nehmen, betend meine Nachbarschaft, meinen Bekanntenkreis und die Stadt, in der ich lebe, vor Gott auszubreiten. Ich bitte ihn, dass er mir die konkrete Not zeigt, die mein Erbarmen und meine tätige Hilfe benötigt.

Nein, einen frommen Aktionismus brauche ich nicht. Wohl aber ein neues Gespür dafür, was Gott wirklich am Herzen liegt.

Informationen aus dem Gemeindeleben

  • Gottesdienste und Bibelgesprächskreis

    • 19. Juni, 10 Uhr Gottesdienst / Kigo
    • 23. Juni, 15 Uhr Seniorennachmittag
    • 26. Juni, 10 Uhr 125 Jahre FeG Siegen-Geisweid – Predigt: Kai Maaß
  • Seniorennachmittag am 23.6. – Waffelfest

Herzliche Einladung zum Waffelfest am Do. 23.6.2022 um 15 Uhr ins Gemeindehaus. Wir hören auf Gottes Wort, genießen die Zeit miteinander und schauen mit Bildern von Gerhard Lützenbürger zurück, damit wir getrost nach vorne schauen können!

  • DRINGEND: Kindergottesdienste in den Sommerferien

Für die Kindergottesdienste in den Sommerferien sucht das KiGo-Team Personen, die dem KiGo-Team eine Sommerpause ermöglichen. Folgende Termine sind noch verfügbar 26.6. / 3.7. / 10.7. / 17.7. / 24.7. und 7.8. Über Unterstützung würden wir uns sehr freuen. Bei Fragen und Interesse bitte bei Kai Maaß melden.

  • Für Jugendliche: Mr. X in Köln — 25.6.

Eine Gruppe auf der Flucht in Köln. Die anderen Gruppen sind die Detektive und versuchen diese Gruppe im S-Bahn Netz von Köln einzukreisen und zu erwischen. Wer wird erfolgreich sein? Sei dabei, wenn wir Köln unsicher machen und Mr. X spielen. Eine genaue Spielbeschreibung bekommst du, wenn wir in Köln ankommen. Eingeladen sind alle Teenager ab 12 Jahren. Kosten fallen keine an. Anmeldung und weitere Informationen findet man auf unserer Homepage: https://siegen-geisweid.feg.de/events/mr-x-in-koeln/

  • Begegnungen für Familien auf der Gemeindewiese — 26.6.

Am 26. Juni laden wir ab 15:00 Uhr zu offenen Begegnungen auf der Gemeindewiese ein. Dort besteht die Möglichkeit für Fußball, Wikinger-Schach, Kaffee trinken und den persönlichen Austausch mit anderen Familien. Wer Lust hat kann gerne Kekse, Kuchen o.Ä. mitbringen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Rückfragen gerne bei Sonja Daub oder Kai Maaß.

  • Hilfe für Menschen aus und in der Ukraine

Bitte beachtet die Informationen der Allianzmission und FeG Katastrophenhilfe die aufzeigen, wie wir in dieser herausfordernden Krise als Gemeinde und als Einzelpersonen helfen können. Die Möglichkeiten reichen von aktuellen Gebetsanliegen über Spendenaktionen bis hin zu Möglichkeit, kurzfristig Menschen aufzunehmen.

Links: https://feg.de/ukrainehilfe/  und   https://feg.de/feg-ukrainehilfe-allianz-mission/